Elster-Radweg

Tourberichte

Etappe 1 von Bad Brambach nach Oelsnitz

Freitag, den 13.8.2004 Abfahrt per Bahn von Magdeburg (Hbf), umsteigen in Halle, Leipzig, Reichenbach, Ankunft in Bad Brambach 16:22 Uhr im strömenden Regen. Da es hier weit und breit keine Campingplätze gibt, war unser erstes Ziel die Pension "Haus Anna". Am späten Nachmittag besserte sich das Wetter etwas, wir erkundeten den Ort und Kurpark, bekamen in der Drogerie gute Tipps für die Radwanderung zur Elsterquelle und landeten im "Dresdener Hof" zum Abendessen.

Am Samstagfrüh zum Start der Elster-Radtour wieder Regen. In Richtung Grenze ging es leicht aber beständig bergan. Kurz hinter der kleinen Ortschaft Horni Paseky macht die Straße in Richtung Venerov einen Bogen nach rechts. Dort zweigt ein Radwanderweg nach links ab (No. 2062). Nach ca. 4 km weist endlich ein hölzernes Schild den Weg zur Elsterquelle (Bely Halstrov) nach links. Die letzten Meter sind Waldweg und zum Teil nur schiebend zu bewältigen.

erster eindeutiger Hinweis zur Elsterquelle
erster Hinweis zur Quelle
Elster-Quelle
die Weiße Elster Quelle (Bily Halstro)

Die Elster-Quelle ist mit Steinen eingefaßt und die ganze Anlage rings herum hübsch gestaltet und sehr gepflegt. Hier entsteht also unser Tourbeginnfoto und wir tragen uns in das kleine Büchlein ein. Leider alles immer noch im Regen.

Dann geht es wieder zurück in Richtung Venerov. Wir testen den Elster-Wanderweg quer durch den Wald. Man sollte jedoch besser auf den Radwegen bleiben und den Hinweg zurückfahren. In Venerov steuern wir zielstrebig das Restaurant "U Sprenaru" an. Es ist zwar erst 11 Uhr und ein Mittagessen haben wir uns nach der bisher kurzen Tour noch nicht verdient. Aber ein Pilsner Bierchen soll es sein. Als wir die Gaststube betreten, riecht es lecker nach Knobisuppe und da wir ziemlich durchnäßt sind, kommt uns ein heißes Süppchen natürlich gerade recht. Die nette Kellnerein zeigt uns auch noch den hübschen großen Saal in der oberen Etage, wo man sicherlich toll feiern kann.

Gleich links neben den Restaurant beginnt der Wanderweg nach Dolny Paseky (grüner Querstrich), dem wir folgen. Wir treffen dort ein Quellhäuschen (Mineralwasserquelle) und folgen weiter dem Wanderweg an der kleinen Elster. An einer kleinen Talsperre geht es über die Staumauer und anschließend auf dem Wanderweg mit gelbem Querstrich weiter bis nach Doubrava. Hier scheint uns die letzte Chance für ein zünftiges Essen mit böhmischen Knödeln zu sein und wir kehren ein. Hier im grenznahen Bereich hat man sich auf viele deutsche Mittagsbesucher eingestellt.

Nach unserem Gaststättenaufenthalt hörte der Regen auf. Wir fahren Straße nach Bad Elster, wo uns erste Schilder mit dem Elsterradweglogo begrüßen. Leider verlieren wir die Ausschilderung hinter einem Schwanenteich sehr schnell wieder. So kämpfen wir uns vergeblich bergan.

Dank Hinweisen von Einheimischen kehren wir zur Hauptstraße zurück und finden den Kurpark. Dort haben einge Geschäfte geöffnet und wir investieren in eine regionale Wanderkarte (Kompass 805: Vogtland-Plauen). Ausserdem wurde uns in der Gästeinfo von Bad Elster empfohlen, den Weg am Waldesrand zum Bahnhaltepunkt Bad Elster zu nehmen.

Kuranlage
Parkanlage Bad Elster
Marienquelle in Bad Elster
Marienquelle Bad Elster

Vom Bahnhaltepunkt Bad Elster geht es bergab zur B92 und hinter einem Skoda-Autohaus verläuft der Radweg nach Adorf, wo wir wieder einige Elsterradweg-Schilder sehen. Leider sahen wir keine Ausschilderung zur Miniaturschauanlage "Kleines Vogtland". Es ist schon nach 16 Uhr und wir wußten nicht, wie lange die Anlage geöffnet hat. Auch haben wir noch ein weitgestecktes Ziel vor uns, also suchen wir nicht (jetzt wissen wir, dass 17:30 Uhr der letzte Einlass ist).

Der Elsterradweg führt am Adorfer Bahnhof entlang und dann an einer Lokomotivenschau. Dort verliert sich die Beschilderung. Es gibt drei mögliche Wege. Zum Glück sind wegen der Lokomotivenschau viele Schaulustige hier, so werden wir in den linken Weg entlang der Bahngleise geschickt. Später verengt sich der Weg und endet als Wiesenweg an der Landstraße bei Leubetha, die nach links kurz darauf auf die Bundesstraße 92 trifft.

Hier müssen wir uns nun entlang der vielbefahrenen Bundesstraße kämpfen und vor einem leichten Rechtsbogen links bergan fahren. Bei dem vielen Autoverkehr eine ganz schöne Zumutung, hier plötzlich die B 92 queren zu müssen. In Rebersreuth geht es dann links ab und bergan in Richtung Eichigt. Hier lauern erneut viele Schaulustige auf die Ankunft einer Dampflok.

Die Radwanderroute "Elsterradweg" ist nun zwar besser beschildert, doch geht sie nur über Landstraßen bergauf und bergab. Erst in Unterhermsgrün am Gasthaus "Dreihöf" finden wir auch die Elster wieder. Leider werden wir gleich danach wieder einem Härtetest unterzogen und müssen erneut entlang der Bundesstraße 92 bis nach Oelsnitz radeln.

Es ist schön recht spät und unser Etappenziel, der Campingplatz an der Talsperre Pirk, scheint unerreichbar zu werden. Da führt uns der Elsterradweg in Oelsnitz endlich weg von der B92 über Nebenstraßen und kleine Wege in Richtung Weiße Elster und so kommen wir am Stadtbad von Oelsnitz vorbei, wo gerade ein paar Jugendliche ein kleines Zeltlager errichten. Also nichts wie hin, schauen wir doch mal, ob man nicht spontan eine Nacht Zelten darf. Naja, spontan ist zwar nicht erwünscht, wir hätten vorbestellen sollen (Tel. 037421/22619). Es ist ja kein richtiger Campingplatz und es sollen nicht mehr als 10 Zelte stehen. Aber weil nicht alle angemeldeten Gruppen erschienen sind, dürfen wir dann doch bleiben. (Wie hätten wir denn vorbestellen sollen, wußten ja bis eben gar nichts von dieser Campingmöglichkeit, ausserdem wollten wir ja eigentlich bis Pirk.) Toll, dass wir bleiben durften und dass uns auch noch ein Bäcker mit Sonntagsöffnungszeiten für die Frühstücksbrötchen empfohlen wurde (Bäcker Vierkant an der B92). Also konnten wir den Tag in Ruhe ausklingen lassen und noch ein wenig durch Oelsnitz wandeln.

Dampflok bei Rebersreuth
Dampflok
Stadbad Oelsnitz
Stadtbad Oelsnitz mit kleiner Campingwiese

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Etappe 2 von Oelsnitz bis zur Talsperre Pöhl

Am Sonntagmorgen ab Stadtbad Oelsnitz: Der Radweg ließ uns nur kurz an der Elster entlang radeln. Dann ging er unter den Bahngleisen hindurch und endete für uns an einer großen Brückenbaustelle. Für Autos war eine Umleitung ausgeschildert, der wir aber nicht folgen wollten. Nach den gestrigen Landstraßenfahrerfahrungen wollten wir uns lieber einen Wanderweg suchen. Ein Blick auf unsere Wanderkarte (die den Elsterradweg nicht kennt) favoritisierte den "Fernwanderweg Eisenach-Budapest", der am Nordufer der Talsperre Pirk entlangführt. Über Schleichwege in Richtung Raschau fanden wir den schönen Wanderweg, der sehr dicht am Ufer der Talsperre verläuft. Einziger Wermutstropfen waren zwei kleine Treppen kurz vor der Staumauer, die sicher Grund dafür sind, dass der offizielle Elster-Radweg nicht hier entlang führt. Dennoch waren wir glücklich über unsere Wahl, konnten viel Interessantes sehen.

Talsperre mit Staumauer
Talsperre Pirk
Staumauer der Talsperre Pirk
die Staumauer Talsperre Pirk

Kurz hinter der Staumauer fanden wir den richtigen Elsterradweg wieder. Am Bahnhaltepunkt Pirk wechselt er ans linke Ufer. Dann führte der Radweg unter der Autobahn A 72 hindurch und immer an den Bahngleisen entlang bis nach Weischlitz. Dort fuhren wir über die Straßenbrücke, entdeckten aber noch eine kleine hübsche hölzerne Fußgängerbrücke. Wir folgten der Straße bergan in Richtung Oberweischlitz und dann nach links der Straße in Richtung Kürbitz. Dort fuhren wir falsch, jedenfalls erreichten wir am rechten Flussufer die Brücke von Straßberg. Die uns entgegenkommenden Radler fuhren dort anders, was uns stutzen ließ. (Die offizielle Route führt den Radler bis zum Bahnhaltepunkt Kübitz und dann über Landstraße nach Straßberg.)

Autobahnbrücke Pirk
Autobahnbrücke bei Pirk
Holzbrücke Weischlitz
Holzbrücke in Weischlitz

Gleich hinter der Straßberger Brücke (Blick aufs Wehr) ging es nach rechts am Elster-Damm nach Possig. Auf einer Straße direkt am rechten Elster-Ufer haben wir uns dann der Plauener Innenstadt genähert. Es war Mittagszeit und inzwischen recht warm, also fuhren wir einen kurzen Abstecher für eine kleine Stärkung in die Stadt.

Die Radwegsuche aus Plauen heraus gestaltete sich überaus schwierig, wenn man nicht weiss, wo man anfangen soll. An der Elster fanden wir jedenfalls keine Hinweisschilder. Erst am Bahnhof Crieschwitz entdeckten wir die Beschilderung für ein kurzes Stück wieder.

Dann hinter Crieschwitz überquerten wir eine vielbefahrene Automeile und die Elster und es gab kein Schild, also erneut Verwirrung!
Auf unserer Karte führt der Weg gleich hinter der Elster aber noch vor der Bahnlinie rechts rein. Wir versuchen es, doch der Weg endet an einer Kläranlage. Also fuhren wir zurück und erstmal über die Bahngleise, erst danach nach rechts. Ein zunächst geteerter Weg bringt uns in Richtung Stadtwald. Später findet das Ganze wieder in einem Wanderweg seine Fortsetzung und die vollbeladenen Räder hüpfen über Stock und Stein. Aber wir hoffen auf ein kühles Getränk oder Eis im Gasthaus Lochbauer direkt an der Elster, so dass wir motiviert weiterstrampeln. Beim Lochbauern herrschte Hochbetrieb und da wir eigentlich nach dem Zeltaufbau an der Talsperre Pöhl den Abend hier ausklingen lassen wollten, machten wir nur eine kurze Rast. Auf der Karte schien es ein Katzensprung zu sein.

Doch das so auf der Karte so harmlos wirkenden letzte Stückchen Weg zum Campingplatz Gunzenberg an der Talsperre Pöhl forderte unsere letzten Kräfte, denn es ging straff bergan und die Sonne drückte mittlerweile gewaltig. So blieben wir abends lieber am See.

Rathaus Plauen
Rathaus in Plauen
Gasthaus Lochbauer
Gasthaus Lochbauer im Elstertal

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Etappe 3 von der Talsperre Pöhl zur Clodramühle

Am Montagmorgen Abfahrt vom Campingplatz Gunzenberg in Richtung Nordufer, zwecks Ausschau nach Dampfer und Staumauer. Anschließend Weg suchen in Richtung Elstertalbrücke. Unglücklicherweise ist irgendwie immer ein Berg dazwischen und wir wählten wohl immer den falschen Weg. Jedenfalls quälten wir uns mit den Rädern fast bis zum Mosenturm hoch. Die Wege nach unten ins Triebtal waren dann noch schrecklicher. Wegen inzwischen defekter Vorderradbremse an Ollis Fahrrad war dieser Abstieg für ihn nur ohne Beladung am Fahrrad möglich - also zweimal laufen (einmal Gepäck, einmal Rad). Völlig genervt erreichten wir dann das Elsterufer mit Blick zur Elstertalbrücke, die kleine Schwester der Göltzschtalbrücke.

Talsperre Pöhl mit Schiff
Schiff auf der Talsperre Pöhl
Elstertalbrücke
Elstertalbrücke bei Jocketa

Am Bahnhof Barthmühle standen wir dann vor einer Entscheidung. Ein Schild für den Elsterradweg fanden wir nicht, wahrscheinlich führt der Elsterradweg über Landstraßen weit ab vom Fluss (Jößnitz - Steinsdorf - Cossengrün - Görschitz - Gippe - Elsterberg) und wir hatten die Route schon gestern vor dem Gasthof Lochbauer verloren. Unsere Karte zeigt einen interessant aussehenden Wanderweg direkt am rechten Elsterufer, also nahmen wir diesen. Der Weg durch das romantische Elstertal war zwar nicht durchgängig fahrradfreundlich, dennoch wegen der Landschaft sehr empfehlenswert. Kurz vor Elsterberg führt der Wanderweg zum Kriebelstein, wir fuhren nach links in Richtung Elsterberg, brauchten ja eine Fahrradwerkstatt. Kurz vor dem Ort ging es nochmal bergan. Der Blick von oben aufs Elster-Wehr kam leider durch viele große Bäume kaum zur Geltung.
Endlich in Elsterberg angelangt, bekamen wir die Auskunft, dass es den nächsten Fahrradservice erst kurz vor Greiz, in Dölau gibt. So fuhren wir entlang der Straße (B 92) in Richtung Greiz. Bald fanden wir auch wieder einige Elsterradwegschilder. Die vielen Rostbratwurst-Stände am Rande der Straße verrieten uns, dass wir Thüringen erreicht haben mussten. Also kurze Rast und geniessen einer echten Thüringer Roster. Schon bald darauf fanden wir neben einer Autowaschstraße das angekündigte Zweirad-Center Frank Künzel, wo es ein Stück neuen Seilzug für die Bremse gab.
In Greiz angekommen, steuerten wir zielstrebig zunächst in die Stadtinfo. Zum Thema Elsterradweg konnte man uns nicht wirklich helfen. Dort erfuhren wir, dass die letzte Schlossführung gerade begonnen hatte (tägl. 10 und 14 Uhr). Wir stiegen trotzdem zu Fuß hoch und schauten uns um. Anschließend bummelten wir durch die Stadt und stärkten uns in einem Eiscafé.

Elsterwanderweg
Elsterwanderweg
Greiz
Greiz

In Greiz wiesen einige Schilder den Elsterradweg. Er ging mal wieder über die Landstraße, die jetzt im Berufsverkehr sehr stark frequentiert war. Die Straße in Richtung Neumühle ist zunächst auch noch kopfsteingepflastert und geht immer leicht bergan. Irgendwann mussten wir unsere Tour schiebender Weise fortsetzen. Solche Abschnitte sind sicherlich keine Empfehlung für den Elsterradweg. Langsame oder gar schiebende Radwanderer sind ein Hindernis für den Autoverkehr und uns nervten neben den Straßenbedingungen vor allem die vielen Autos. Bei diesen Strapazen zweifelten wir dann, ob dies überhaupt der richtige Weg war.

Ab Knottenmühle/Neumühle (?) wies die Beschilderung nach rechts, weiter über Landstraße und weiter bergan und leider immer in Entfernung von der Elster. Die Route führte uns durch Walterdorf, Obergeißendorf, Untergeißendorf, Neumühl nach Berga, wo eine aufgerissene Straße für Verwirrung sorgte. Dennoch fanden wir durch Berga hindurch und dann wieder den ausgeweisenen Radweg und endlich zur Elster zurück.

Nun ging es neben den Bahngleisen und relativ nahe am Fluss leicht bergan in Richtung Clodramühle. Schon in Berga an der Elsterbrücke machte die Gaststätte "Clodramühle" Werbung und motivierte uns für die letzten Kilometer. Da wir wussten, dass es nahe der Clodramühle einen Campingplatz geben sollte, rollten die Rädern nun fast von alleine. Da störte es nichtmal, dass wir den durch die Gebäude der Hammermichelbaude etwas versteckten Bahnübergang in Richtung Mühle verpassten und, nachdem wir die Mühle vom Berg aus sahen, nochmal zurück fahren mussten.
Also direkt an der Hammermichelbaude gibt es einen Bahnübergang und dann kann man auch schon die Fußgängerbrücke sehen, die zur Clodramühle führt. Die Brücke ist schmal und hat steile Treppen, läßt sich mit vollbepackten Fahrrädern nur schwer überwinden. Endlich an der Clodramühle angekommen, mussten wir lesen, dass die Gaststätte Montag und Dienstag Ruhetag hat. Schade, dass auf der Gaststättenwerbung in Berga davon nichts stand. Naja, die Einheimischen werden's wissen. Nach den Strapazen dieses dritten Tages war das die Krönung, wir waren ziemlich bedient!

Clodramühle
Clodramühle
Wehr Clodramühle
Wehr an der Clodramühle
Gaststätte Clodramühle
Gaststätte
Biergarten Clodramühle
Biergarten

Also auf zum Campingplatz auch wenn's nochmal bergan geht (auf 2 km etwa 85 Höhenmeter). Ganz oben auf der Bergkuppe fanden wir den kleinen Autocampingplatz "Am Töpferberg" mit fast nur Wohnmobilen. Der Platz hatte zum Glück eine schöne große Wiese und war nicht nur für Autotouristen gedacht, auch wenn sich vielleicht zuvor noch kein Radler verirrt hatte!? Ein kaum noch erwarteter positiver Ausgang dieses anstrengenden Tages war die tolle Gaststätte am Campingplatz (die keinen Ruhetag hat!) und die Chefin mit Herz, die uns noch Brot für den nächsten Morgen besorgte, da wir weit und breit keinen Bäcker gefunden hätten. Super Service, wir sagen Danke und empfehlen diesen schönen kleinen Campingplatz gerne weiter! (trotz bergan) Es gibt dort übrigens auch zwei hübsche Bungalows zu mieten.


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Etappe 4 von der Clodramühle nach Zeitz

Am Dienstag dann wieder zurück zum Elsterradweg auf der rechten Uferseite. Und endlich ein Weg am Fluss entlang. Anfangs ganz gut, später recht holprig, zumindest für so stark beladene Citybikes. Der Weg führt dann zum Märchenwald und an roten Felsen vorbei nach Wünschendorf. In Wünschdorf gibt es noch eine Rarität zu besichtigen, eine für die heutige Zeit seltene alte Holzbrücke. In der Nähe der Brücke mündet die Weida in die Elster. Im Ortsteil Cronschwitz gibt es die Canuscheune, den bisher einzigen Canuvererleiher an der Elster.

Rote Felsen
rote Felsen am Elsterufer
Holzbrücke Weischlitz
Holzbrücke an der Weidamündung

Am Bahnhof Wünschendorf können wir dann unseren Augen kaum trauen, ein richtiger Radweg führt an der Elster entlang. Ab hier kann man ihn ernsthaft "Elsterradweg" bezeichnen. Er geht bis Gera am rechten Ufer entlang, dann am Bahnhof Gera-Zwötzen fanden wir kein Schild, müssen wohl die Uferseite wechseln, zumindest kommen von dort einheimische Fahrradfahrer.

Und so geht es weiter durch Gera immer an der Elster enlang, auch wenn die zu fahrenden Uferseiten nicht immer eindeutig sind. Der Weg ist gut, die Beschilderung nicht so ganz. Wir machen einen Abstecher in die Stadt, und es gibt eine Thüringer Wurst für den kleinen Hunger und noch einen Eisshake für die Motivation. Weiter auf dem Elsterradweg wird die Beschilderung besser und wir verlassen die Stadt nach Norden, unterqueren die Autobahn, fahren an idyllischen Teichen vorbei und an einem kleinen Tierpark erreichen wir Bad Köstritz.

Elsterwehr in Gera
Elsterwehr in Gera
Eingang zur Köstritzer Brauerei
Eingang zur Köstritzer Schwarzbierbrauerei

Hier wollen wir umbedingt die bekannte Köstritzer Schwarzbierbrauerei aufsuchen. Leider werden Brauerei-Führungen nur auf Vorbestellung angeboten und so besuchen wir zumindest einen Biergarten und genießen vor Ort ein "Schwarzes mit der blonden Seele". Kaum steht das Bier auf dem Tisch, beginnt es zu regnen.
Der Regen begleitet unseren weiteren Weg über Caaschwitz, Silbitz, Tauchlitz, Dietendorf, Sautzschen, Großosida bis Zeitz.

Dort suchen wir schnell den Weg zum Campingplatz am Kretzschauer See. Da wir keine Hinweisschilder finden, radeln wir entlang der B 180 in Richtung Naumburg über Grana nach Kretzschau, dort rechts ab zum See. Aus beschriebenen 3 km von Zeitz, wurden dann leider fast 5 beschwerliche km an der Bundesstraße.


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Etappe 5 von Zeitz nach Leipzig

im Unterirdischen Zeitz

Mittwoch: Da es auf dem Campingplatz Kretzschau keine Frühstücksbrötchen gab, war für uns heute Frühstück unterwegs angesagt. Wir fanden einen Schleichweg nach Grana, der nicht nur sicherer sondern auch kürzer als die Bundesstraße war. Am Vormittag wollten wir uns noch in Zeitz umschauen. Die Landesgartenschau 2004 kannten wir bereits vom Elsterradweg-Eröffnungstag am 1. Mai, also sollte es heute ein Besuch im Unterirdischen Zeitz werden. Die Führung war sehr interessant, können wir nur empfehlen.

Anschließend bummelten wir noch durch die Stadt, verließen Zeitz zunächst am linken Elsterufer bis zu einer Fußgängerbrücke. Weiter ging es auf einem Radweg entlang der Straße nach Tröglitz, dann an einer Straßenkreuzung links rein nach Maßnitz. Hinter Maßnitz teilt sich der Weg, der Elsterradweg biegt rechts ab nach Göbitz. Wir fahren kurz nach links bis zur Brücke bei Bornitz und entdecken ein Wehr.

Der Elsterradweg war zunächst gut ausgebaut und beschildert, so dass wir nicht weiter auf die Ortsnamen achteten. Dann folgte ein falsches Schild in Ostrau und ein neu angelegter Radweg endete plötzlich hinter Ostrau im Nichts. Uns kamen andere ratlose Radler entgegen. Ein Einheimischer erklärte uns, dass es nun nur entlang der B2 weitergeht oder auf schlechten Straßen über die Dörfer. Über einen Wiesenweg gelangten wir nach Reuden. (Von 2004 bis 2007 wurde ein durchgehender Radweg von Bornitz bis Profen durch die Gemeinde Elsteraue gebaut)

im Unterirdischen Zeitz
Eingang zum Unterirdischen Zeitz
Elsterwehr Maßnitz
Elsterwehr bei Bornitz
Rathaus Pegau
Rathaus Pegau

RadwegschildNach einem Blick auf die Karte entschieden wir uns für ca 7 km Bundesstraße bis zur Elster-Brücke in Pegau. Kurz hinter der B 2-Brücke rechts rein, fanden wir auch den Radweg wieder. Wo genau er bereits wieder existiert, haben wir nicht erkundet. Ab Pegau hat sich das Aussehen der Radwegschilder etwas verändert. (Es erinnerte uns wohl eher an einen Motorradrennfahrer!?)

Der Radweg führt dann an den Sendemasten bei Wiederau vorbei und trifft an einer Brücke auf die "Betonelster", die hier im Zuge des Kohleabbaus im Tagebau Zwenkau in ein künstliches Betonbett gezwängt wurde. Der folgende Radwegabschnitt durch die eintönige Landschaft erschien uns endlos. Irgendwie haben wir wohl vor lauter Eintönigkeit den Wechsel an das rechte Ufer verpasst!? Und so standen wir vor einem Sperrschild an einer Baustelle. Was nun, etwa diesen elenden Weg zurück? Wir kämpften uns durch und kamen nach Hartmannsdorf/Knauthain.

Betonelster bei Zwenkau
Betonelster bei Zwenkau
Wehr Betonelster
Wehr an der Betonelster

Rast in einem kleinen Café/Bistro, wo wir mal einen Blick in eine richtige Leipziger Radwegkarte werfen durften. Danach suchten wir in Knauthain die nächste Brücke und radelten am anderen Ufer zurück zum Elsterstausee.

am Elsterstausee
Blick über den Elsterstausee
am Elsterstausee
Wassertreter- und Ruderbootverleih

Nach kurzer Ausschau am See radelten wir in Richtung Knauthain. Im Leipziger Umland scheint man nur den "Grünen Ring" zu kennen, jedenfalls gibt es nur gleichlautende Radwegsymbole. Also fuhren wir zunächst auf dem "Grünen Ring" bis zur Brückenstraße, wo Radwege nur nach links beschildert waren und schon waren wir auf einer viel befahreren Straße (Dieskauer Str.) Richtung City unterwegs. Es kam kein Schild zum Radweg zurück. An der nächsten großen Kreuzung hielten wir uns rechts und fragten wir uns wieder zum Wasser durch, fanden einen herrlichen Weg entlang des Elsterflutbettes. Schade, dass die Beschilderung uns nicht schon vorher dorthin geleitet hat. (Also besser an der Brückenstraße rechts abbiegen und dann durch das "Leipziger Ratsholz" in Richtung Rennbahn.)

Nun blieben wir am rechten Ufer des Elster-Flutbeckens, beobachteten ein paar trainierende Kanuten und Drachenboote.

Palmengartenwehr
Palmengartenwehr aus der Ferne
Palmengartenwehr
Palmengartenwehr von etwas näher

Hinter dem Palmengartenwehr führt ein Radweg dann am Hochflutbett und schließlich auf dem Damm der Luppe entlang. Nach einigen Kilometern sieht man von Oben rechtsseitig den Auensee mit Parkeisenbahn und Bootsverleih. Gleich hinter der nächsten Straße fanden wir auch den großen Campingplatz Auensee.

Der folgende Tag war für die Erkundung der Leipziger Gewässer vorgesehen.


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Etappe 6 von Leipzig nach Halle

Freitag: Vom Campingplatz Auensee ging es weiter auf dem Damm der Luppe, zunächst am rechten Ufer, später am linken Ufer. Wege gab es zum Teil auch am beiden Ufern. Allerdings wies uns nicht ein einziges Elsterradweg-Schild den Weg. Einige Wegweiser gab es zum Goseweg. Je weiter wir uns von Leipzig entfernten, um so schlechter wurde die Wegbeschaffenheit. Kurz vor der Autobahnunterführung der A9 ist eigentlich kein Weg mehr vorhanden, nur ein schmaler Trampelpfad. Sicherlich fuhren wir falsch.

Luppedamm
Hindernisse auf dem Luppedamm
Luppedamm
auf dem Luppedamm

Über Feld- und Wiesenwege erreichten wir die Elsterbrücke in Oberthau. Auf der Suche nach dem richtigen Elsterradweg fuhren wir ans andere Ufer bis zur Landstraße, kehrten aber wieder um und nahmen den Weg am linken Ufer. Es folgen geschotterte Wege und schließlich zwei Seen, wo viele Sperrschilder die Weiterfahrt nicht erlauben. Irgendwie gelangen wir nördlich der Seen über Raßnitz bis Burgliebenau und fanden dort sogar die Elster wieder. Jedoch gibt es hier keinen Weg mehr. Einheimische empfahlen uns einen Weg über Kollenbey zur Magistrale nach Halle.

Ansonsten muss man Landstraße über Lochau, Döllnitz, Osendorf nach Ammendorf fahren. In Ammendorf finden wir Hinweisschilder zum Saaleradweg, nicht aber zum Elsterradweg. Doch suchen wir einen Weg zur Elster und radeln durch die Elsterstraße, den Elsterblick, dann die Georgie-Dimitroff-Straße in Richtung Beesen. Vorbei am Spassbad Maya Mare und am Wasserwerk finden wir einen schmalen Weg hinunter zur Mündung. Abschied von der Elster mit einem Zielfoto. Von unten erblickt man eine Schützhütte auf einer Anhöhe - kleinen Aussichtspunkt. Dort gibt es einen bessereren Weg zur Mündung. Letzte Fotos und dann folgen wir dem deutlich besser beschilderten Saale-Radwanderweg in Richtung Halle-Hauptbahnhof.

Zielfoto
Zielfoto an der Elster-Mündung
Elstermündung von oben
die Elstermündung Halle-Ammendorf

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