Klusdamm-Radweg

Der Klusdamm-Radweg führt vom Elberadweg in Magdeburg-Cracau durch die Seestraße, die Kälberweide und über den Pechauer Platz zum Klusdamm. Auf der Straße namens Klusdamm geht es in Richtung Pechau. Nach der nächsten Gabelung, wo man sich rechts halten muss, wird der Weg schmaler. Unterwegs berichten einige Hinweistafeln über die Landschaft der Elbeniederung und die Geschichte des Klusdammes.

In Pechau fährt man vor der Kirche links über die Straßen Zur Mühle und Am Kanal, dann auf einem Kopfsteinplasterweg durch den Überschwemmungsbereich des Umflutkanals und über die kleine Flutkanalbrücke. Hinter dem Deich geht ein geschotterter Wanderweg weiter bis zur historischen Klusbrücke, die heute deutlich höher liegt als der Weg. Kurz hinter der Klusbrücke gabelt sich der Wanderweg, geradeaus führt er nach Wahlitz und rechts geht es über Vogelsang nach Gommern. Von Gommern erreicht man schnell Pretzin und somit die Route des Elberadweges, über die man als Rundkurs nach Magdeburg zurück fahren kann.

Beschilderung Klusdammradweg und Straße

Beschilderung Klusdammradweg und Straße

Klusdammradweg Windmühle Pechau

Klusdammradweg - Blick zur Windmühle Pechau

Klusbrücke am Klusdammradweg

Klusbrücke am Klusdammradweg (Winter 2022)

Klusbrücke am Klusdammradweg

Klusbrücke am Klusdammradweg (Winter 2022)

Klusbrücke am Klusdammradweg

Klusbrücke am Klusdammradweg (2023)

Klusdammradweg

Klusdammradweg (2023)

Der Klusdamm war einst eine wichtige Handels- und Heerstraße von Magdeburg. Schon im 10. Jahrhundert zogen dort die Heere nach Osten. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde der Klusdamm als Hauptverkehrsweg und einziger hochwassersicherer Übergang über die Elbe-Ehle-Niederung von Magdeburg an Pechau vorbei in Richtung Osten ausgebaut. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1479. Der Klusdamm bestand früher aus einer Vielzahl hölzerner und steinerner Brücken und zog sich über eine Strecke von 7,6 km Länge mit 5,7 m Breite und einer Höhe von 2,5 m durch die unwegsame und sumpfige Elbniederung.

Am östlichen Ende des Klusdammes befand sich eine Mönchsklause mit Herberge. Vermutlich stammt der Name Klusdamm von dieser Klause (Klus). Im Mittelalter wohnte dort als Klausner ein Mönch des Zisterzienserklosters Ziesar und sorgte für das leibliche und geistige Wohl der Reisenden. Zur Zeit Friedrich II. war ein Unteroffizier in der Klause stationiert. Die Klause wurde von der Stadt Magdeburg auch als Grenz- und Zollstation genutzt, denn bis 1815 verlief dort die Grenze zwischen Preußen und Kursachsen. Hinter der Klause spaltete sich der Klusdamm in drei Heerstrassen. Eine führte über Gommern und Zerbst nach Wittenberg, die andere nach Wahlitz, wo sie sich in Richtung Brandenburg, Berlin und in Richtung Fläming, Lausitz teilte.

Nach der Einweihung der Berliner Chaussee 1823 verlor der Klusdamm seine Bedeutung als wichtige Hauptverkehrsstraße. Die Brücken des Dammes wurden zum größten Teil abgebrochen. Die Klause wurde noch bis 1945 als Ausflugsgaststätte betrieben. Es befand sich auch ein Forsthaus an dieser Stelle. Heute sind auf der kleinen Anhöhe neben dem Weg nur noch wenige Mauerreste zu erkennen.

Die Route des Klusdammes ist noch erhalten, zum Teil nur als Feld- und Wanderweg. Die Anfang des 15. Jahrhunderts erbaute Klusbrücke über die Ehle östlich von Pechau ist das einzige Überbleibsel der ursprünglichen Brückenkette. Die 40 m lange und 4 m hohe steinerne Klusbrücke hat zwei Bögen mit einer Spannweite von 5 m bzw. und 7 m. Sie ist das älteste verkehrstechnische Denkmal im Raum Magdeburg.

Info-Schild an der Klusbrücke

Info-Schild an der Klusbrücke

Radweg-Verlauf:

Magdeburg - Cracau - Pechau - Klusbrücke - Wahlitz oder Gommern

Tourist-Informationen: