Laura-Radweg

Der Laura-Radweg führt von Sömmerda nach Weimar und verbindet auf einer Länge von ca. 50 km den Unstrut-Radweg mit dem Ilmtal-Radweg und der Thüringer Städtekette. Ein Großteil des Radweges verläuft auf dem ehemaligen Bahndamm der Laura-Kleinbahn.

Zwischen Wohlsborn und Schöndorf erreicht der Laura-Radweg seinen höchsten Punkt bei 334 m. Wenn man von Buttelstedt kommend seine Radtour auf dem Ilmtal-Radwanderweg in Richtung Saale fortsetzen möchte und Weimar schon kennt, kann man die Abkürzung ab Sachsenhausen über Liebstedt nach Oßmannstedt nutzen.

Der relativ kurze Laura-Radweg bietet einige interessante Kombinationsmöglichkeiten und ist somit ein wichtiger Verbindungsradweg.

Sömmerda

Sömmerda

Radweg hinter Sömmerda

Radweg hinter Sömmerda

Weimar

Weimar

Laura wird die ehemalige Kleinbahn Weimar-Buttelstedt-Großrudestedt genannt.
Am 1. Mai 1886 begannen die Bauarbeiten für eine meterspurige Sekundärbahn.
Diese führte von Weimar in nördlicher Richtung um den Ettersberg herum nach Buttelstedt (15 km). Dort zweigte eine Strecke (19 km) nach Westen zur Station Großrudestedt südlich von Sömmerda ab, die Anschluss an die Hauptbahn Sangerhausen-Erfurt brachte. Eine andere Strecke (17 km) in nördlicher Richtung kreuzte in Guthmannshausen die Saal-Unstrut-Bahn Großheringen-Sömmerda (Pfefferminzbahn) und führte bis nach Rastenberg am Südrand der Finne. Der Bahnbetrieb wurde am 26. Juni 1887 für den Personenverkehr und am 29. August 1887 für den Güterverkehr eröffnet.

Das insgesamt fast 55 km lange Netz der privaten Weimar-Rastenberger-Kleinbahn hatte in Weimar, Großrudestedt, Guthmannshausen und Buttstädt Anschluss an die Staatsbahn, wo Anlagen für den Güterumschlag entstanden. Bahngesellschaft, Gemeinden und Aktionäre im nördlichen Weimarer Land hatten sich dadurch einen wirtschaftlichen Aufschwung erhofft. Hauptsächlich wurden Rüben, Getreide, Kohle, Düngemittel, Ton, Ziegelsteine und auch Tiere transportiert. Doch volle Auslastung im Güterverkehr gab es nur zur Erntezeit und auch der Personenverkehr war geringer als erwartet. Besserung brachte die Steigerung des Kalibergbaus bei Rastenberg. Die Bahn blieb jedoch unrentabel, was zum Ausbleiben wichtiger Unterhaltungsmaßnamen führte.

Die Weimar-Buttelstedt-Großrudestedter Eisenbahn verkehrte bis 1946. Dann erfolgte der Befehl zur Demontage. Soldaten der Roten Armee ließen die Gleise demontieren.

Radweg-Verlauf:

Sömmerda - Schallenburg - Alperstedt - Großrudestedt - Schloßvippach - Dielsdorf - Markvippach - Vippachedelhausen - Schwerstedt - Buttelstedt - Leutenthal - Sachsenhausen - Wohlsborn - Schöndorf - Weimar.

Anschlussradwege:

Unstrut-Radweg in Sömmerda, Ilmtal-Radweg und Thüringer Städtekette in Weimar

Ein ca. 105 km langer Rad-Rundkurs entsteht in Verbindung mit dem Thüringer Städteketten-Radweg von Weimar bis Erfurt und dem Gera-Radweg von Erfurt nach Ringleben zum Unstrut-Radweg, der in Schallenburg wieder auf den Laura-Radweg trifft.

Ein großer Rundkurs entsteht durch die Kombination mit dem Ilmtal-Radwanderweg bis Großheringen, dem Saale-Radwanderweg bis nach Naumburg (Blütengrundfähre oder Hennebrücke) und dem Unstrutradweg über Arten zurück nach Sömmerda.

Auch die Gegenrichtung auf dem Ilmtal-Radwanderweg in Richtung Rennsteig lässt sich zu einer anspruchsvolleren Tour kombinieren, denn am Rennsteig trifft man auch den Gera-Radweg, der in Ringleben Anschluss an den Unstrut-Radweg hat und den Kreis bei Schallenburg schließt.

Laura-Radweg

Laura-Radweg Schild

Sehenswert:

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